Um gegen den plötzlichen Festplattentod gerüstet sein, wollte ich den Heimserver so umrüsten, daß alle benötigten Partitionen auf RAID1 liegen. Also insbesondere die Root-Partition.
Geplant war, die
beiden kürzlich freigewordenen 40G-Platten dafür zu verwenden. Über das Raid1 sollte LVM installiert werden, damit ich flexibel mit den Partitionen bin. Eigentlich alles eine Sache, die man in einer halben Stunde (nicht die Zeit für das Kopieren der Daten mitgerechnet) hinter sich haben sollte.
Allerdings machte mir erstmal das verwendete Mainboard einen Strich durch die Rechnung. Ein Asus P3B-F in der letzten offiziellen BIOS-Version 1006 kann nicht von 40G Platten booten. Glücklicherweise bietet die Asus-Seite eine 2 Jahre alte Beta-Version an, die verschiedenen Berichten zufolge dazu fähig ist. Das nächste Problem: Das Programm, um das BIOS zu flashen, ist nur unter DOS lauffähig. Wo kriegt man heute eine DOS-Bootdiskette her? Oder besser: ein ISO-Image, denn der Server hat kein Diskettenlaufwerk mehr; und von USB booten kann er auch nicht.
FreeDOS bietet ein
ISO-Image an, das nach einem Remastering-Vorgang auch das Flash-Programm und das neue BIOS-Image dabei hatte. Nächstes Problem: Valeries Rechner (Ubuntu stable) brennt keine CD mehr, k3b faselt von einem Buffer-Underrun; selbst in einfacher Geschwindigkeit (
Zugschlus erklärte gestern abend noch die
Gründe dafür.) Ok, aber auf dem Notebook kann man es brennen.
Nun, nur noch den Server von CD booten. Ein SCSI-CD-ROM steckt drin (Plextor TS20), ein Adaptec-Controller auch, aber booten will das Ding absolut nicht davon. SCSI-BIOS hin oder her. (Mir fällt grad ein, das CD-Laufwerk war letztens bei Rince und deshalb vielleicht noch auf 2048 Byte Blocksize gejumpert; mal probieren.) Glücklicherweise hängt in der Testmaschine noch ein ATAPI-CD-ROM Laufwerk, die Rettung des Tages. Damit dann gebootet und das BIOS geflasht. Einwandfrei, bootet jetzt auch von den 40G Platten.
So, alles weitere sollte eigentlich kein Problem sein. Allerdings war der Kernel samt initrd nicht fähig, erst alle raid1-Devices und dann sämtliche LVM-Volumes hochzufahren und dann erst init zu starten. Etliche Stunden Patcherei an Debians mkinitrd (furchtbar!) und dem initrd-Skript später gab ich auf. Der Debian-Sarge-Kernel will unbedingt noch devfs verwenden, und Fehlermeldungen aus dieser Ecke flogen mir aus dieser Gegend nur so um die Ohren (
Google brachte auch keine Hilfe), also hab ich das ganze gelassen, und bin wieder auf den alten, ungespiegelten Stand zurück.
Wenn ich wieder Lust habe, halte ich / auf einer einzelnen 40G-Festplatte und mach jeden Tag mit rsync eine Kopie auf die andere. LVM für / wird es wahrscheinlich auch nicht geben.
Manchmal frage ich mich wirklich, wie es andere unter Debian Sarge mit dem Sarge 2.6 Kernel schaffen. Meiner Meinung liegt in dessen devfs der Grund dieses ganzen Übels begraben.